Inklusionsstrategie entwickeln mit dem Inklupreneur Canvas

Wie entwickelt man zusammen mit engagierten Unternehmen in möglichst kurzer Zeit eine wirkungsvolle Inklusionsstrategie? Das ist eine der mit am häufigsten im Inklupreneur-Team diskutierten Fragestellungen. Und die Antwort? Ehrlich gesagt, wissen wir es auch noch nicht so genau. Zu unserer Entlastung bringen wir vor, dass wir aktuell auch noch am Anfang unseres Projektes stehen ­­– in drei Jahren können wir mehr sagen. 

Das Inklusionskonzept – Erarbeiten der konzeptionellen Grundlage

Nun ist diese vage Aussage keine produktive Grundlage für unser am 15.-16. Juli 2021 erstmalig anstehendes Starter Camp, bei dem wir mit den Pledger:innen der ersten Kohorte genau das machen wollen: eine Inklusionsstrategie entwickeln. Strategie ist natürlich ein großes Wort. Etwas weniger hochtragend ausgedrückt, wollen wir die konzeptionellen Grundlagen erarbeiten, um darauf aufbauend dann die ersten inklusiven Jobs zu schaffen. Also die gedankliche Vorarbeit für die dann anstehenden Handlungen.

Themen greifbar machen mit dem Inklupreneur Canvas

Für mich haben sich Canvas-Modelle als Methode zur Reduktion der Komplexität bewährt. Ihr großer Mehrwert besteht darin, Themen greifbar zu machen und blinde Flecken aufzudecken. Daher haben wir auf der Grundlage des Lean-Canvas das Inklupreneur Canvas entwickelt. Die einzelnen Felder beschreiben dabei Themenwelten und Fragestellungen, welche unserer Meinung nach noch vor der Beschäftigung des ersten Menschen mit Behinderung zumindest einmal bedacht werden sollten.  

Pro Feld im Canvas ein Expert:innen-Impuls

Die ersten sieben Felder wollen wir mit den Pledger:innen im Rahmen unseres Starter Camps bearbeiten, also füllen – die letzten drei in den an das Camp anschließenden Akademie-Sessions. Für jedes Feld haben wir einen Expert:innen-Beitrag vorgesehen. Im Anschluss daran gibt es moderierte Workshop-Phasen mit unterschiedlichen Methoden, die darauf abzielen, die jeweils zugrunde liegenden Fragestellungen zu klären.

Wenn der Inklupreneur Canvas in der ersten Fassung ausgefüllt ist, werden unsere Pledger diesen mit in ihre Unternehmen nehmen und können ihn ggf. nochmals mit ihren Teams besprechen und weiterentwickeln. Von seiner Grundlogik her ist ein Canvas ja auch nicht starr sondern er lebt, verändert sich, entwickelt sich weiter. Einige Felder sind auch interdependent – also voneinander abhängig. Das Ganze bleibt also stets eine Momentaufnahme, welche durch die Praxis in der Zukunft weiter geformt wird.

To-Dos festhalten – Vom Konzept zur Handlung

Der nächste Meilenstein nach Fertigstellung der ersten Inklupreneur-Canvas-Version ist die Erstellung einer ersten inklusiven Jobausschreibung. Darauf zielen die to do´s ab, die wir zum Ende des Camps im Feld #7 erfassen. Diese werden wir im Rahmen unserer individuellen Umsetzungsbegleitung nach dem Camp gemeinsam mit den Plegder:innen weiterverfolgen.

Das ist unser Vorschlag, sich mit Hilfe des Inklupreneur Canvas auf dem Weg zu machen. Es ist ein großes Experiment, auf welches wir uns sehr freuen!

Dieser Beitrag wurde verfasst von unserem Projektleiter

Nils Dreyer
nils [at] inklupreneur.de

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Gern stellen wir allen Interessierten unseren Canvas als hochaufgelöste pdf-Vorlage zum ausdrucken zur Verfügung. Bitte nutzt dafür das unten stehende Formular.

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